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00:00:04: Insight Wirtschaft, der Podcast mit Manuel Koch.
00:00:14: Das Leben hat irgendeine und miserable Dramaturgie sagt man heutiger Gast.
00:00:19: er selbst sorgt dafür dass es auf der Bühne deutlich interessanter wird.
00:00:24: Er ist einer der aufregendsten Grenzgänger der deutschen Kunstszene, er instimiert Opern auf dem Mars lässt alte Körper in Museen zu Kunst werden und hat im Deutschen Pavillon in Senedig die Geschichte seines eigenen Großvaters zum Ausgangspunkt gemacht.
00:00:39: Er weiß, wie man große Bilder erzeugt aber auch, wie unbequem sie werden können.
00:00:44: Er beschäftigt sich mit allem was im Alltag gerne auch mal verdrängt wird.
00:00:48: über ihn wollen wir heute mehr erfahren.
00:00:50: herzlich willkommen Ersang Montag!
00:00:58: Ich höre, dass du da bist.
00:01:07: Du wirst momentan überall die nächste Premiere an.
00:01:10: Berliner Aushorn besteht an.
00:01:11: Also danke, dass ihr dir zwischendrin ja auch noch die Zeit nimmst!
00:01:15: Ich habe einen Zitat von dir gelesen Das Leben hat ohnehin eine miserable Dramaturgie.
00:01:22: Ist das Leben so schlecht oder müssen wir es noch ein bisschen interessanter wachen?
00:01:29: Eine gute Dramaturgie besteht darin, dass man ein Klimax baut und gegen Ende eine Auflösung macht.
00:01:33: Wenn es so tragödie ist dann ist sie sehr interessant weil sie unauflösbar ist.
00:01:39: Das Leben ist gewisse maßende Tragödie aber keine gute Tragödie.
00:01:42: also keine lehrreiche Tragöldie weil danach kommt nichts das heißt man stirbt und that's it.
00:01:48: deswegen das Leben hat keine gute Dermaturgien.
00:01:50: man kanns auch nicht ändern.
00:01:51: War das Ende schon vorbestimmt?
00:01:52: Das
00:01:53: Ende ist vorbestimmend, aber es gibt darüber hinaus keine Katases.
00:01:55: Also wenn man an Gott glaubt vielleicht dann eine andere Welt... ...aber ich als unglaublicher Mensch weiß einfach, dass ich mich auflöse und insofern ist das ganze Investment sinnlos.
00:02:06: Bei einer griechischen Tragödier gibt's ja einen Katase, ein Heilungsprozess.
00:02:11: Die Gesellschaft entwickelt sich aufgrund der Lehre Oedipus, der seine Mutter fickt und seinen Vater umringt obwohl ihm gesagt wird, obwohl er davor flieht Es partiert am Ende trotzdem, er kann es nicht abwenden.
00:02:24: Und am Ende bricht die Peste aus weil Inzest begangen wird und die ganze Gesellschaft zerrottet bis am Ende er sich selbst die Augen ausschtigt weil er das nicht gesehen hat.
00:02:33: Dann heilt die Gesellschaft wieder.
00:02:34: Das heißt es gibt eine Lehre und dann geht die Gesellschaft weiter.
00:02:37: Beim Leben ist es nicht so.
00:02:39: Was können wir denn da rausziehen für unser Leben?
00:02:41: Wie können wir das denn anders gestalten?
00:02:43: Müssen wir es anders gestatten?
00:02:45: Vielleicht einfach ein bisschen mehr Spaß haben.
00:02:47: Einfach ein bisschen genießen ist das nicht überbewerten.
00:02:49: Das Universum ist so groß!
00:02:52: Du bist ja wirklich interdisziplinär unterwegs, Theater.
00:02:56: Opa du stellst selbst Kunst her, du hast den Venedig Pavillon und den deutschen Pavillon vor zwei Jahren gestaltet... So viele Dinge als was.
00:03:06: oder wie würdest du dich denn selber beschreiben?
00:03:08: Was bist du?
00:03:10: Künstler.
00:03:12: Es ist fast irgendwie alles zusammen glaube ich.
00:03:15: Also das habe ich in den Zeit lang nicht gesagt.
00:03:16: Ich hab irgendwie Theater mache ganz lange gesagt, aber es stimmt einfach nicht.
00:03:20: Halt ich ja auf Bühne und Kostüme oder beziehungsweise Opern und ... Ja, auch Künstler.
00:03:25: Künstlern ist ganz
00:03:25: gut!
00:03:26: Und du denkst ja glaube ich sehr in Bildern?
00:03:28: Also eigentlich bei allem was du machst, ist ja dieses wilde, bildnerische dabei.
00:03:34: Mhm.
00:03:35: Ähm...ja, ich bin noch ein bisschen schwergerig vielleicht lege ich deswegen Wert aufs Auge.
00:03:42: Aber ähm..ja also am Anfang war das Licht Und deswegen ist das Szene es wichtigere.
00:03:48: Ja, ich habe gerade einen Podcast von dir gehört und da hat mich so beeindruckt mit der Eckebauer von Monopol und dann dachte ich wir müssen auch sprechen.
00:03:57: Ich hätte dich so gerne hier und da ging's um diese zum einen alten Meister und die alternden Meister in der Gemäldegalerie.
00:04:04: Wer das nicht gesehen hat war zur Art Week hier in Berlin eine Performance Mit über fünfundzwanzig Künstlerinnen Performan-Performerinnen Und das fand ich so beeindruckend, wie du das auch gestaltet hast.
00:04:16: Ältere Körper, jümmelere Körper ... Leute aus den verschiedensten Bereichen.
00:04:22: Wie bist du da erst mal vielleicht auf die Idee gekommen?
00:04:27: Ich war tatsächlich ... Ich erzähle die Geschichte eigentlich so ungern aber die ist irgendwie bezeichnend und ich war auf einem ... Auf einem Event bei der Performance, die mir nicht besonders gut gefallen hat.
00:04:41: Die ganze Kunst, die ganze Jugend und die Jugend halt so alt wie ich.
00:04:45: Und alle haben irgendwie das getragen was man immer trägt und dieselben Verfahren ist alles sehr stilvoll.
00:04:50: Man hat schwarz getragen?
00:04:52: Ja genau.
00:04:57: Und das was da gemacht wurde war völlig irrelevant, weil darum ging es gar nicht.
00:05:01: Es ging einfach um das Drumherum, um die Finnaitzung, um den Gesellschaft um das sich im Kreis drehen, um alles was da passierte.
00:05:08: Und der dachte ich einfach nur weil mich das so genervt hat auch wieder alle auf Drogen waren, dachte ich dann einfach sowas wie eigentlich wenn er so eine alternde sterbende Frau sitze würde als Performance würden und die Leute einfach genau dasselbe weitermachen würden.
00:05:20: also auch um diesen Zynismus oder auch um diese Lehre dieser dieses Events oder sowas wo man das war irgendwie darzustellen.
00:05:27: und so kam ich auf die Idee tatsächlich.
00:05:29: Der dachte ich ah ja aber vielleicht ist da etwas dran so mobide oder alternde Körper in einem schöneren Kontext darzustellen, also auszustellen einfach als Objekte.
00:05:39: Als betrachtbarer Objekt und ein Körper der ihr als Archiv funktioniert nicht nur durch die Namen aber auch durch das Gehirn, durch das was Körper durchlebt hat.
00:05:48: Und da ist ja natürlich immer diese gesellschaftliche Komponente mit drin.
00:05:52: wie gehen wir mit unseren alten Menschen um?
00:05:55: Wir sind irgendwann sehr beeilt vor allem für uns es noch schwieriger weil wir werden viel mehr ältere sein als Jüngere.
00:06:02: Wann wird man unsere Sorgen dazu?
00:06:04: Irgendwann ein Ablaufsatron fürs Leben.
00:06:05: Also wie geht man mit den Menschen, die dann irgendwann ganz krank und dysfunktional abgestempelt werden und irgendwie weg weggeschubst werden aus der Gesellschaft?
00:06:12: Ich habe vor zehn Jahren einen Altersheim- und Sterbospitz recherchiert für zwei Wochen.
00:06:17: Das hat mich denn schon echt schockiert.
00:06:20: also weil man trifft auf Menschen wie Zahnärztin... also wirklich auch jetzt nicht aus dem untersten Rand und die sind dann entzimmern mit einem Koffer angekommen, das riecht nach Rurinen in den ganzen Räumen und die werden da irgendwie quasi abgefertigt.
00:06:36: Und wenn man sich so vorstellt wie wir mit diesen Menschen umgehen und dachte ich es wäre eigentlich ganz gut, sie einfach mal vom alternen Menschen im Kontext auszustellen wo man mit alternen Dingen wie gemählenden Altern meist anders umgeht weil man sie bewahrt und wenn man sie ausstellt und sie wertschätzt Und sie gegenüberzustellen und dadurch einfach den Blick zu erlenken, also wie viel Wert wir auf unsere alten Kunstwerke legen.
00:07:06: Wie wenig Wert wir mit Menschen legen.
00:07:09: Das fand ich irgendwie in interessanten Gedanken.
00:07:12: Ja die Partier bei einem tollen Kunstwerk, die schätzen wir.
00:07:16: und dass älter werden ist für uns irgendwie was Schreckliches oder Schlimmes?
00:07:22: Wir sind halt sehr jung fixiert.
00:07:27: Also Schönheit hat mit Jugendwerden nichts zu, Jugend ist so hässlich.
00:07:32: Wenn ich mich an meinen Jugend erinnere an dieser banalen Gedanken dieses Unreife und dieses impulsive und auch unerfahrene, dann ist das ja irgendwie... es hat etwas Reizvolles irgendwie.
00:07:42: aber man erinnert sich ja schon, man schämt sich auf viele Dinge.
00:07:45: also wenn du denkst oh Gott hätte ich das mal nicht gesagt, richtig dass man nicht gemacht.
00:07:49: Meines Umvorkommens.
00:07:49: Schönheit entsteht ja irgendwie in der Zeit auch irgendwie wie ein guter Wein.
00:07:56: Also ich finde eben auch... Ich habe zum Beispiel zwei ältere Personen dabei gehabt, die Mitte-Achzig waren oder sie sind.
00:08:07: Und wenn man in ihren Gesichter schaut und diese Augen und einfach die Falten, denn das ist eine Schönheit!
00:08:14: Das sieht einfach wunderschön aus, diesen Menschen anzuschauen.
00:08:17: Das meine ich nicht sexuell.
00:08:19: Das verwechselt man ja oft.
00:08:23: Man kann auch etwas schönfinden wie Ich weiß nicht, für weg zu blumen.
00:08:27: Weil das darin irgendwie das Leben darstellt, die Vergänglichkeit darställt.
00:08:31: Ein Leben ohne Tod ist kein Leben und insofern wollte ich da auch den Blick auf diese Körper lenken oder sie in ihrer Schönheit ausstellen und ihre Menschlichkeit aber auch in ihrer Traurigkeit, auch die Traurigkeit gehört zum Leben.
00:08:46: Für einen Fünfzehnjährigen sind wir mit knapp vierzig wahrscheinlich schon alt.
00:08:50: Für ein Achtzig-Jährigen sind superjungen mit vierzig?
00:08:53: ... ist immer die Frage der Perspektive.
00:08:55: Ja, genau!
00:08:56: Ich habe auch einen Freund der Günter... ...der ist jetzt Eighty-Sieb, aber er hat sich mit sieben und siebzig auch nochmal neu verliebt,... ...und geht öfter mal ins Berg keinen Tanzen weil er die Beats mag.
00:09:05: und ich finde das Alter... ...hat dann eigentlich gar nichts so mit der Lebensfreude vielleicht zu tun?
00:09:10: Äh ja also erstaunlicherweise muss ich auch sagen dass meine älteren Performer viel mehr Lebensfreuden... ...und vielmehr Lebenslos haben als die ganz Jungen.
00:09:18: Also das ist ja auch erstaunt.
00:09:19: man denkt so... Birgit zum Beispiel, hat gesagt irgendwie ich will auch so viel machen mit eighty-fünf.
00:09:25: Ich sag doch noch mehr Zeit und dann denkst du so ja und dann hast du so Leute die sind so interessant und sie sind schon so lebensmühler haben aber noch gar nichts gemacht.
00:09:33: also es ist halt natürlich auch die zeit wenn man irgendwie kurz kurz vor dem zweiten weltrieg geboren ist und an diese ganze Diese ganze Ja dieses ganze terror durch macht und diese ganze aufbormitt macht dann ist man irgendwann dankbarer glaube ich über das was is als wenn man in so eine Welt reingeboren wird, wo alles im Überfluss existiert.
00:09:53: Aber die Klimakrise vor allem steht und man nicht genau weiß, ob mein Kind auf die Welt setzen soll und sowieso nur noch über Walk-Live-Ball ins Nachdenk gibt, wo man noch nie gearbeitet hat.
00:10:04: Man ist ja so müder!
00:10:05: Und es ist irgendwie spannend und das fand ich mir auch eine gute Erkenntnis.
00:10:08: Meine Alten sind einfach wahnsinnig lustig gewesen und die hatten so viel Spaß.
00:10:12: Auch wenn sie das traurige dargestellt haben, die haben eigentlich die ganze Zeit gelacht... Es ist ein Irrglaube.
00:10:18: Natürlich, ältere Menschen haben total viel Lust auf Dinge.
00:10:22: Trotzdem, wenn man gerade vielleicht auch in der Quierenszene unterwegs ist... ...ist ja Jugend und Körperlichkeit, Sexualität schon etwas ganz Wichtiges.
00:10:33: Spürst du das für dich selber?
00:10:35: Was hat man so gesagt über Sex mit achtzehnjährigen?
00:10:47: Aber ich glaube, das wird sich ändern.
00:10:49: Also wenn man sich anschaut die Generation vor mir oder die zwei Generationen von mir, da waren die meisten Menschen gar nicht geoutet und bis zum Tode nicht.
00:10:56: Das hat ja immer mehr zugenommen.
00:10:58: Das heißt meine Generation hat jetzt schon... Wir werden alle gemeinsam alt.
00:11:01: Ich sage es, wenn ich nicht fünfzig oder sechszig bin, dann werden die anderen auch sechzig sein und wir werden viele sein.
00:11:07: Wenn wirklich auch die Klubkultur oder die Ändern, die hatte hier jetzt schon geändert.
00:11:11: Wenn du zu Berghain gehst, der gibt's ja Anfangs zwanzig jährige, gibt sie ja gar nicht mehr!
00:11:14: Die gehen ja gar nicht mehr aus.
00:11:16: Das heißt, wie die Eltern mit... das ist es also sozusagen, dass was eigentlich in Gewissheit gibt, dass man in der eigenen Generation was hat.
00:11:23: so Leute, die jetzt, sagen wir mal, siebzig sind haben in ihrer eigenen Generation einfach aufgrund der Zeit, in der Sie geboren sind Aufgrund der gesellschaftlichen Umstände, die damals herrschten Und Zwänge halt entsprechend weniger Möglichkeiten gehabt.
00:11:34: und viele sind halt auch nie geautet und leben wahrscheinlich immer noch im Familien.
00:11:38: Ich glaube, das ändert sich sowieso.
00:11:40: aber, ja Liebe zwischen Generationen ist möglich.
00:11:45: Ist das Bergheim auch ein Ort der Inspiration für dich?
00:11:49: Jetzt gerade ja.
00:11:49: Also ich bin gar nichts so... also, ich bin mit achtzehn vor zwanzig Jahren als es bei keinem losging.
00:11:54: Bin nicht ein Jahr lang dort gewesen.
00:11:57: Also nicht am Stück aber.
00:12:01: Ich hätte schon die Kraft gehabt und jetzt seit zwei Jahren gehe ich wieder aus irgendwie weil ich das zumindest nicht mal einsehen nur noch zu arbeiten habe.
00:12:09: So viel gearbeitet in den letzten fünfzehn Jahre.
00:12:12: Und bevor ich vierzig werde jetzt immer So ein Party.
00:12:16: Und jetzt habe ich tatsächlich dadurch irgendwie, der Hamlet ist da irgendwie inspiriert und ich hab den jetzt mit ins Werkland gesetzt.
00:12:24: Der Hamlet, ihr seid also in den letzten Proben gerade am Berliner Ensemble.
00:12:28: Fünfter November für alle die interessiert sind, ist die Premiere.
00:12:32: In paar Karten gibt es glaube ich auch noch für die Stücke, die danach kommen.
00:12:37: Du hast da ja... du spitzelst ja auch mit den Geschlechtern Hast die Rollen auch bewusst anders besetzt, wenn ich das so richtig schon verstanden habe?
00:12:45: Ohne es gesehen zu haben.
00:12:47: Also wir haben eine Adaption im Auftrag gegeben.
00:12:51: Das heißt der Text ist nochmal neu geschrieben worden und dadurch hab' ich auch die Figuren noch mal anders gemacht.
00:13:00: Die OSD von Eisschülers ist eigentlich nicht die Vorlage für Shakespeare.
00:13:03: Das Hamlet.
00:13:04: Hamlet ist eigentlich eine Adaptions von der OSD.
00:13:06: Die älteste Tragödie der Menschheit, die überlieferte.
00:13:12: Also auch fast vollständig überliefert bis auf das Tierspiel von Eischeloss und da wird im Grunde unsere Demokratie geboren in der Russie.
00:13:23: Im Original ist es so, Agamemnon zieht den naturalischen Krieg um die Hure Hellena zu befreien Und zehn Jahre später kommt er zurück und legt die ganze Stadt und vergewaltigt alle Frauen und kürdet alle Kinder raubt alles und kommt zurück.
00:13:37: Und aber auf dem Weg nach Trujav fallen die Winde aus für die Schiffe.
00:13:42: Deswegen braucht er Winde und dann muss er eines seiner Kinder opfern, um Atemes zu besenftigen – und sie nicht atmen!
00:13:50: Doch Atem ist.
00:13:53: Er opfert sich die Tochter.
00:13:54: Ich vergehe ihn jetzt so opfern.
00:13:57: Man trinkt nicht geopfert, das wissen die aber nicht.
00:13:59: Daraufhin könnte der Mestre die Frau von Agamemnon wildig rächen weil er ihre Tochter umgebracht hat.
00:14:06: Das ist die Anfangsgeschichte bei Hamlet.
00:14:09: Gertrud des Küttermästrer, Orestes Hamlet und Argumentums der Geistesvaters.
00:14:14: Shakespeare macht daraus eine sehr banale Version weil er sagt irgendwie ja die integrante Frau, die mit dem Onkel schläft.
00:14:23: Der Onkel wäre das Ergist um den Vater loszuwerden, um Macht zu erlangen.
00:14:31: Shakespeare gemacht aus der Frau die aus einem bestimmten Grund, uns auch in der griechischen Tragödie für das Zeitalter des Jugendhumanismus steht.
00:14:40: Weil davor war das Zeialter des Patriarchen, der einfach Menschen umgebracht hat und Länder zerstört hat.
00:14:47: Und jetzt kehrt so die Diplomatie ein, macht er eine integrante Frau.
00:14:51: Das wollte ich zurückführen, deswegen haben wir Gertroth umgeschrieben und ihr die politische Dimension zurückgegeben wie sie sich in der Oristie hat.
00:14:58: Es geht viel mehr darum... In dem Heute, aber auch in dem Konflikt von West und Ostdeutschland.
00:15:04: Das Humboldt-Wurm taucht tatsächlich auf das Stadtschloss.
00:15:08: Und Krieg vor allem steht vor der Tür... Es gibt schon Krieg, es wird Krieg geben, aber die Gesellschaft zersetzt sich von innen.
00:15:19: Hamlet, der sein Vater rechnen will, der wird reaktionär auf den Weg, radikalisiert sich.
00:15:24: Ist gleichzeitig aber gewissermaßen auch in dieser queeren Zähne unterwegs, aber retikulisiert sich dort auch durch Drogen.
00:15:30: Dann weiß ich nicht genau, sind das Verschwörungstheorien, die ihr sagt?
00:15:32: Sind die Gespenster... Nicht Gespenste!
00:15:34: Sein Vater taucht aus dem Glory Hole auf und da sieht er ihnen dort und redet mit ihm und dann... Also wir vermischen so ganz viele Dinge, die unter Gegenwart passiert werden.
00:15:45: Geister glauben mir sowieso nicht.
00:15:47: insofern muss man ja damit irgendwie umgeben.
00:15:50: Und am Ende sterben alle und der Feind ist dann im Land und übernimmt das Land.
00:15:55: Und es ist ja ein bisschen was hier auch gerade passiert in dem Land, also jetzt nicht nur die Koalition aber auch etwas wie mit der AfD und unterschiedlichen politischen Sorgen auf die Russen.
00:16:09: Das passt irgendwie super rein und auf das Reaktionäre hamdelt wird dadurch zu einem ReaktIONär.
00:16:15: und das ist so der Auftrag gewesen in die Adaption den Text nochmal umzuschreiben.
00:16:20: Jetzt habe ich aber den Zahnzeller, was war nochmal die Vorsprungspunkte?
00:16:23: Die
00:16:23: Geschlechter-Identität.
00:16:24: Geschlechter genau!
00:16:25: Und zum zugedessen haben wir die Geschlechte auch geändert.
00:16:27: Danke, ihr redet gut zu sehen.
00:16:30: Aber ich denke sowieso nie in Geschlechtern.
00:16:32: also wenn ich mit Schauspielern arbeite dann als Stiffe reinzuweigert hat es zum Beispiel schon Ball bei mir gespielt oder ich hab die Räuber schon mit zwei Schauspielerinnen gesetzt.
00:16:45: Also ich besetze eigentlich nicht nach Geschlecht, sondern wenn ich denke irgendeinem ist es gut für die Rolle.
00:16:50: Oder wenn ich vom Geschlechst dann kriegt er die Rolle?
00:16:53: Ist also kein Konzept eigentlich.
00:16:56: Da sind ja so viele Ebenen in diesen Stücken drin.
00:16:58: wie lang braucht man bis man für sich das Konzept gefunden hat?
00:17:05: Das war eigentlich ein...
00:17:06: Bäm!
00:17:07: Ja,
00:17:07: immer so eine Idee kommt und dann ist sie da.
00:17:10: Auch in seiner vollen Pracht eigentlich.
00:17:13: Also jetzt machen wir diese Konzeption.
00:17:14: Ich bin nicht so ein Streber der am Schreibtisch sitzt.
00:17:16: Meistens wenn wir uns spazieren oder wandern, kommt eine Idee.
00:17:20: Dann denke ich noch einen Stirn drüber nach und dann habe ich die Idee.
00:17:22: Und davor will ich sie direkt.
00:17:24: Kommt dann erst die Bilder in deinem Kopf wie das auf der Bühne auszusehen hat?
00:17:28: Und entwickelt sich das dann?
00:17:29: Oder was ist zuerst da?
00:17:32: Meistends habe ich einen ganz konkreten Vorgang irgendwie.
00:17:35: Ich sehe dann eine Figur oder irgendwas unter einem Raum... ...und dann checke ich so die Parameter der Kodierung der Idee.. ..und dann ergibt sich alles andere von selbst um ihn.
00:17:47: Da muss man es nur zu Ende denken.
00:17:50: Du bist ja hier in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen mit deiner Familie und mit siebzehn bist du dann in die USA gegangen?
00:17:57: Und ich glaube, das war so ein ganz wichtiger Moment für dich weil die Gastfamilie in den USA hat dich dann zu Opern mitgenommen oder du konntest tolle Produktionen da sehen.
00:18:07: War das so ein kleines kulturelles Erweckungserlebnis?
00:18:11: Also ich habe davor schon viel Theater gemacht.
00:18:14: Er war in die Philharmonie und in die Opa, also in die klassische Musik, wo ich ihn in den USA erst eingeführt habe.
00:18:19: Mein Gastvater war der Chef der Housing Authority bundesweit und deswegen war er politisch schon eine sehr große Persönlichkeit.
00:18:28: Warum wir auf dem meisten Haus ab Deutsch pushen, kennengelernt sind?
00:18:30: Wir werden zu da abgefahren.
00:18:32: Und es konnte dann dadurch einfach jede Woche ins Kennedy Center zur Philharmonie und zur Opern gehen weil mein Gastväter nicht hin wollte aber er hätte immer ihren Karten.
00:18:41: Deswegen konnte ich da hingehen und dann saß ich da immer zwischen den ganzen Sederthornen irgendwie in so einer Lose.
00:18:47: Das war ganz cool, und da habe ich angefangen mich für dieses Rituale und für diese... Also ich finde es gleich einfach ein Orchester.
00:18:53: wahnsinnig interessant, weil ist das alles zusammengekommen?
00:18:56: Man hat die Entwicklung der Materialien also bis aus Holz einen Klangkörper wird, ne Geigewirt, um mit jemandem auf die Idee kommt aus dem Klang-Körper einen Ton rauszubringen, den dann eine Abfolge von Tönen dann irgendwie Emotionen erzeugt und das über mehrere Stunden, dazu kommt Literatur und Mode.
00:19:15: Und alles dazu wie eine Oper.
00:19:17: Dann sind da hundert Leute die auf dem Tag eines Menschen gemeinsam unterschiedliche Materialien bespielen.
00:19:23: Das ist völlig abgefahren so unwahrscheinlich dass wir etwas existieren können.
00:19:26: also deswegen finde ich sozusagen die größte Errungenschaft der Menschheit des Orchester weil darin so alles drin steckt und mit so einem... Orgran arbeiten zu können, also werde ich in der Wiener Staatsoper proben.
00:19:45: Denn jetzt bin ich da ganz alleine und da sind ja keine Zuschauer und dann proben die da mit mir und das ist abgefahren.
00:19:56: Und wie siehst du denn nur weil wir darüber gesprochen haben Techno-Musik dazu?
00:20:01: Es hat halt einen anderen... Also kommt eigentlich auch aus der Klassik, also Steve Reich und Philip Glass, die minimal erfinden.
00:20:08: Und ich glaube, den ersten Minimal hat es Franz Liske gemacht in Repsoli Nr.
00:20:11: II und musste mal reinhören.
00:20:12: Da gibt's so eine Stelle wo Minimal eigentlich entdeckt wird.
00:20:18: Wenn du vielleicht nochmal zurück mit siebzehnten dann in den USA diese Entwicklung war dir dann klar?
00:20:25: Du möchtest da auch was mit Musiktheater mal beruflich machen?
00:20:30: Ja, ich wollte Opernsäger werden weil ich habe mir in den US auch ein paar Opern und so gesungen.
00:20:35: Das war irgendwie ganz lustig!
00:20:37: Aber ich habe da noch so schnell gemerkt, ja.
00:20:39: Also fährt wahrscheinlich eine mittelmäßige Karriere machen.
00:20:42: Deswegen hab' ich die Idee ganz schön wieder
00:20:44: verworfen.".
00:20:45: Und dann von der Bühne lieber hinter die Bühnen?
00:20:48: Ja weil daran bin ich sehr begabt!
00:20:51: Du hattest jetzt vor zwei Jahren den deutschen Pavillon in Venedig bespielt mit einer Kollegin zusammen und das war wirklich sehr beeindruckend.
00:20:59: Ich bin da reingekommen diesen Pavillon und du hast ja ein bisschen die Geschichte deines Großvaters da aufleben lassen Und es hat sich sehr persönlich und intim auch angefühlt.
00:21:12: Das ist wahrscheinlich das, was du ja auch bewirken wolltest mit der Geschichte von Gastarbeitern in Deutschland.
00:21:18: War das für dich klar, dass du diese Geschichte erzählen willst?
00:21:22: Nee gar nicht!
00:21:23: Also ich hatte das auch gar nicht vor.
00:21:26: Ich war mir auch nicht sicher ob ich den Pavillon machen wollte.
00:21:28: deswegen... also als ich gefragt wurde habe ich nicht genau verstanden warum ich gefragt weil ich es nicht jahrelang in der Ausstellung gemacht habe und mich das auch hochgearbeitet hab, sondern zwar bin ja... Und deswegen war das so ein bisschen abwägig.
00:21:46: Aber Charleryke war einfach überzeugt davon.
00:21:52: Und dann hab' ich halt überlegt, weil die Ort ja so aufgeladen ist, auch so historisch aufgeladene ist und dass ihr auch wie sehr viele mal über die Zeit über das Land aussagt, wie nach dem Wert oder ausstellt und was man dort ausställt.
00:22:04: Habe ich überlegt was könnte ich dem Ort denn hinzufügen?
00:22:06: Was andere nicht könnten.
00:22:07: Und dann dachte ich, ja gut.
00:22:08: Ich habe ja auch ein Biografie.
00:22:10: Mit der hab' ich noch nie gearbeitet.
00:22:11: Ich hab' auch nicht vor nochmal mit dir zu arbeiten.
00:22:13: Das ist nicht so mein Ding eigentlich.
00:22:17: Aber dann dacht ich gut... Da ist es interessant, dass dran war.
00:22:20: Mein Großvater ist als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen und bei Eternit gearbeitet, das ist an den Folgen der Lungenkrebserkrankung gestorben weil die Schutzmaßnahmen damals nicht so groß waren und da gibt's eine Reihe von Gastarbeitern, die eigentlich daran gestorbt sind.
00:22:35: Auch in Ostdeutschstein übrigens wurden viele sind viele Arbeiter gestorben in der DDR.
00:22:41: Und da gab es von Werter Trixholz Storch mal so einen Satz, ein Tweet habe ich mir darauf reagiert.
00:22:47: das habe mich tierisch aufgeregt weil die es ging darum dass man ja dass sie dort gekommen und nichts für dieses Land tun würden und wieder gehen sollen.
00:22:56: dann hab' ich gesagt im Gegensatz zu ihrem Großvater der dieses Land zerstört hat mein Großvoter dieses Land aufgebaut auch mit, aufgrund einfach so einen Denkmal zu setzen und zu sagen es kann ja nicht sein dass diese Gesellschaft das nicht hinkriegt die den Wert dieser Menschen die dieses Land mit aufgebaut haben wahrzunehmen.
00:23:15: deswegen dachte ich dann passt das ins deutsche Papier ein man macht da einfach Monument rein.
00:23:20: Und begeht dieses Leben.
00:23:22: aber das wurde dann also sagen wir es war der Ausgangspunkt.
00:23:26: wo hat denn schon nochmal universellere Komponente angenommen?
00:23:31: War dir klar Welche Aufmerksamkeit das auch zieht.
00:23:35: Das ist ja eine international anerkannte Ausstellungszeit im Venedig, also das ist ja schon wahnsinnig wichtig in der Kunstszene.
00:23:45: Also das war mir schon ein bisschen bewusst einfach wenn man sich die Namen anschaut, die da gearbeitet haben.
00:23:51: aber ich komme, wenn es dann startet, dann ist es schon überwältigend.
00:23:54: Das hat mich doch recht überfordert sogar und ich bin eigentlich Öffentlichkeit gewohnt, aber das war nochmal... Amnesie entwickelt.
00:24:03: Ich habe gar keine Erinnerung mehr an die ersten fünf Öffnungstage.
00:24:06: Vom Feiern oder von der Euphorie?
00:24:08: Oder...
00:24:09: Einfach von diesen ganzen Gesprächen, die man nicht führen will.
00:24:16: Den deutschen Pavillon hat auch mal Christoph Schlingensief bespielt allerdings Postum.
00:24:21: Der ist im Jahr zwei Tausendzehn gestorben und zweitausend elf wurde sein Konzept umgesetzt.
00:24:25: es gibt in Berlin jetzt auch gerade eine Ausstellung von Schlingen Sief.
00:24:29: sind solche Theatermacher auch irgendwie ein Vorbild?
00:24:34: Orientiert man sich daran?
00:24:37: Schlingen Sie, was ist ein Vorbild... Also Vorbilder habe ich nicht in dem Sinne.
00:24:42: Ich habe Leute, die mich inspiriert haben.
00:24:44: Ich hab schlingen sie schon nicht mitbekommen.
00:24:47: Als es starb eigentlich glaube ich siebzehn.
00:24:49: Zwei Tausend Zehn.
00:24:52: War ich da siebzig Jahr?
00:24:53: Also mehr?
00:24:55: kurz, nee.
00:24:58: Wir können dich jetzt jünger rechnen.
00:25:00: Egal vergessen.
00:25:01: Nee, ich war dann irgendwie Anfang zwanzig auf jeden Fall und da ja also ich habe den nie getroffen, ich habe seine Arbeit auch nie live gesehen.
00:25:08: Ich habe mich aber viel mit ihm seine Arbeit beschäftigt.
00:25:11: Der war natürlich schon eine sehr, sehr spannende Persönlichkeit und hat wunderbare Arbeiten gemacht.
00:25:15: Man hat sich halt wirklich für die Gesellschaft und deren Gestaltung interessiert.
00:25:20: also was man heute so ganz schlecht manchmal als Aktivistenkunst versteht, was der völliges Müsserstellens ist, er hat ja wirklich ein Ästhetik auch darin Und wie er dann dieser ganzen Formate zusammengeführt hat und daraus was Kunstvolles geschaffen hat.
00:25:37: Heute gibt es zwar nur noch provokante Ableger, die das überhaupt nicht erreichen diese Tiefe... ...und der ist schon darin einmalig!
00:25:45: Deswegen wird der Nächste Christoph Stingendief kein neuen Stingedief geben weil er einfach einzigartig war.
00:25:51: Natürlich hat der Fieler inspiriert auf mich hier.
00:25:57: Er hat es ja wirklich geschafft, wie du gesagt hast so diese tiefgründige intelligente Art ... auch politische Themen wirklich anzugehen.
00:26:06: Wie wichtig sind für dich politische ... ... Themen?
00:26:09: Wir leben ja in einer unheimlich polarisierenden Welt, von links und von rechts... ... ist das wichtig für deine Arbeit?
00:26:20: Also ich habe natürlich aber nicht Alltagspolitik.
00:26:26: Natürlich taucht es dann mal ein bisschen auf in den Stücken, aber ich beschäftige mich schon so mit politischen Systemen ganz viel.
00:26:32: Also mit Individuen und Gemeinschaften, wie sich Gemeinschaftern organisieren und auch andere Individuinen ausschließen – das ist im Grunde auch Politik.
00:26:40: Wer gehört dazu?
00:26:40: Und wer gehört nicht dazu?
00:26:42: Das war ... ja doch, der Kern meiner Arbeit eigentlich!
00:26:50: Es ist auch immer die Gefahr, dass es kippt.
00:26:53: Dass Freiheit niemand hat, irgendwann nicht mehr existieren.
00:26:55: Das ist aber auch das was meine Generation betrifft.
00:26:58: Wir haben ja wirklich die Angst, dass... Also wir seit zehn Jahren eigentlich die Angst ist, dass alles kippte und das kippe ja auch gerade.
00:27:06: Und wo das fühlt sich so anzubringen ist.
00:27:09: Und es gibt auch Hinweise darauf, dass's kippet.
00:27:14: Deswegen fragt man dich schon wird es in zwartig Jahren vielleicht noch Bars geben für Homosexuelle?
00:27:19: weiß man nicht?
00:27:20: Wie schnell sich so eine Gesellschaft erinnert, hat man in der Türkei gesehen zum Beispiel.
00:27:23: Ja, du hast im Jahr twohundzehntausendfünf komplett alle Freiheiten rausgenommen.
00:27:27: Jetzt wurden zuletzt noch die letzten überlebenden LGBT-Aktivisten verhaftet.
00:27:32: Die ganze Bürgermacht wurde ausgetauscht und die EU macht immer noch Geschäfte mit dem Land.
00:27:37: also wie schnell das geht sieht man ja irgendwie und dann genau.
00:27:43: Da müssen wir nicht mal diese Nazi-Vergleiche machen aber es ging auch sehr schnell irgendwie.
00:27:49: deswegen Ich glaube, der Mensch ist im Stande Dinge noch schlimmer zu machen als er sie jemals gemacht hat.
00:27:54: Ich glaube nicht, dass er am Stande ist, daraus zu lernen, sondern er will noch mehr... Er wird noch mehr geballt, er will auch noch mehr zornen!
00:28:00: Er will alles noch größer haben und noch mehr Geld haben.
00:28:02: Er will aber auf Technikverbrechen noch schlimm sein wenn der Hass einmal da ist.
00:28:07: Deswegen glaube ich, wenn man sagt, die können sich nicht wiederholen in dem was ich denke doch Sie können so schlimmer werden Und diese Angst begleitet und das ist sozusagen immer der politische Kern in der Arbeit, dass man immer so eine Gefahr mit inszeniert.
00:28:20: So eine Gefahre, das ist das was man hat und das das wegbrechen kann.
00:28:25: Deswegen sind meine Arme da eigentlich auch nie herbeeren, sowas habe ich nicht oder viele finden es auch irgendwie eine Zumutung weil sie sehr düster ist.
00:28:35: Jetzt gerade die Kunstszene, Theater Szene Schauspieler ja schon dafür bekannt Themen ganz oft sehr kritisch angesprochen werden, also die ganze Diskussion um Israel und Palästina, Free Palestine.
00:28:52: Das wird ja da sehr oft in allen Richtungen gespielt.
00:28:59: Wie stehst du dazu?
00:29:01: Ist das etwas wo man sich die Finger verbrennen kann egal in welche Richtung man tendiert?
00:29:06: Also ich habe dazu natürlich eine Sicht.
00:29:11: Die Frage ist nur, muss ich hier dazu ständig äußern?
00:29:13: Und warum gibt es dieses Bedürfnis da ausgerechnet eine Spaltung vorzulegen.
00:29:20: Um Juden geht's da meistens gar nicht und das ärgert mich sehr.
00:29:22: Wenn von Antisemitismus gesprochen wird, ist es verlogen.
00:29:26: Eigentlich werden andere gesellschaftliche Konflikte anhand des Juden ausgetragen.
00:29:31: Das finde ich eigentlich am semitischen Fall.
00:29:34: Deswegen werden sich ja mittlerweile auch viele Juden sagen... Was soll das?
00:29:37: Also was wird da gemacht?
00:29:39: wie konservative gegen linke, aber das Objekt sind wir Juden wieder.
00:29:43: Das ist schon irgendwie pervers.
00:29:46: Und ich habe mir mit Jareh Batana den deutschen Parvion gemacht, die kommt ja aus Israel und ich fand es eine verstörende Erfahrung weil wir damals bestreikt wurden und jetzt Großeltern sind in Auschwitz vernichtet worden.
00:30:02: Und als wir den Parféon eröffnet haben, kamen Leute und haben Koppelste to genocide uns vorgeworfen.
00:30:09: Und dann steht da einfach so die Nachfahrerin einer ausschussgetöteten Familie muss sich so ein Quatsch anhören.
00:30:15: und also auf die eine Seite ist es radikal zum anderen ist das völlig absurd dass man Leute die für Präzidenzssicherrechte eintreten kriminalisiert indem man mit dem Antidemitismusbegriff kommt.
00:30:27: Also das sind beide Richtungen so extrem, dass es einen nur noch nervt hat.
00:30:31: das vor allem in Deutschland, ich bin jetzt wie in Europa unterwegs und in allen anderen Ländern ist es viel differenzierter.
00:30:37: Nur in Deutschland und in den USA wird so viel Politik herum gemacht.
00:30:43: Alle andere Länder sehen das viel klarer was da passiert.
00:30:45: Da ist Gewalt im Land, in Israel, der ist unrecht irgendwie... Es ist eine wächte faschistische Regierung gerade am Machen.
00:30:52: Da werden Menschen umgebracht, das muss man nicht diskutieren.
00:30:55: Das hat mit Ansemitismus nichts zu tun und es kann man einfach klar benennen.
00:30:59: Und zum anderen ist daraus irgendwie zu generalisieren und irgendwie Synergogen oder jüdisches Leben in Europa anzugreifen.
00:31:06: Das ist Ansemitismus.
00:31:07: Leute damit zukunftsfondieren, das mußt man auch nicht diskutiert.
00:31:10: Wir sind doch klug genug, Dinge zu sehen wie sie sind.
00:31:14: Wenn man Angst hat sich die Finger zu brennen, da sollte man alles einlassen.
00:31:28: Ja, so ein heikles Thema und ich finde es auch wichtig dass man nur zu einer Meinung hat.
00:31:32: Glaubst du das Social Media heutzutage?
00:31:34: Dass dann auch noch mal alles so befeuert?
00:31:40: Ja weil also Leute können halt ohne Konsequenzen sich beteiligen an eine Kampagne, an Empörung.
00:31:48: wenn jemand im Raum ist und du jemand anschreist und jemand schubst.
00:31:54: Und dann andere Schubster werden viele wahrscheinlich beim ersten Mal schon einschränkt und sagen immer gehts Wie redest du da mit dem?
00:32:01: Im Internet gibt es diese Barriere nicht.
00:32:02: Man schubst virtuell und dann schubsten alle mit, bis die Person auf den Boden liegt und dann zertrampelt wird.
00:32:07: Und keiner sieht die eigentliche Gewalt, die der Stadt findet, weil das einfach so eine Distanz... Ja, es ist halt über ein komisches Medium.
00:32:15: Es ist so ein Bildschirm.
00:32:16: Das ist nicht real.
00:32:19: Dadurch dass man die Menschen dahinter nicht als Menschen erkennt oder als Gegenüber denkt, man muss erst mal produktiv auf einen Menschen zugeben kommen die niederträchtigen Instikte hoch.
00:32:29: Und deswegen, Social Media bringt das Schlimmste aus den Menschen heraus.
00:32:33: und ja also ich glaube auch mit ein Grund warum unsere Demokratien gerade nicht so gut performen ist sind die großen Tech-Unternehmen diese sozialen Medien beherrschen und durch Algorithmen einfach unsere Leben gestimmen.
00:32:48: und wie einfach... Ich gehe ja ganz oft Langstricken wandern und bin dann irgendwie mal von der Bildschirmfreiheit Und man lernt irgendwie da, guckt man ja immer in die Ferne beim Wandern.
00:32:58: Das ist ja was ganz Besonderes.
00:33:00: und dann merkt man erst mal wie viel oft man im normalen Alltag einfach auf so eine Distanz schaut.
00:33:05: Also das ist so... Die Perspektive, die ich in meinem Leben hab, meistens wenn man etwas liest oder hinschaut und zuschnurrt den Straßen, sind überall Häuser.
00:33:14: Man verlernt die Initiative zu schauen.
00:33:16: Ich glaube macht was mit dem Gehirn.
00:33:19: Weil wenig wandern nach einer Woche langstrecken waren, dann fange ich an viel größere Themen zu behandeln in meinem Kopf.
00:33:24: Ich fange ja an viel perspektivischer zu denken weil auch einfach Perspektivische schaue.
00:33:29: Ich glaube also dieses nach vorne dieses am Ende schauen wir auf ein Gerät und dieses Gerät hat keine Welt in sich.
00:33:35: das ist eine behauptung und deswegen verdummen wir alle und deswegen verlernen wir auch wenn man den ganzen Tag auf dem gerät schaut dann ist man halt immer dumm.
00:33:48: Ja, und soziale Medien machen so abhängig.
00:33:51: Und Menschen simulieren ein Leben, was sie nicht haben im Internet.
00:33:56: Das machen wir alle auf den Seiten, weil wir uns irgendwie darstellen.
00:33:59: aber wenn dann das eigentliche Leben gar nicht stattfindet, dann ist es besonders probierend.
00:34:03: Und ich glaube viele die in diesen Kommentaren und in diesen Empörungswellen mitwirken, haben gar nicht so ein volles Leben wo sie diskutieren mit Menschen sondern Da kompensieren sie etwas und das degeneriert sich.
00:34:22: Wie wichtig ist Zuspruch Erfolg für jemand, der Theater macht?
00:34:27: Das es ja auch oft hat was mit Geschmack zu tun von Leuten, von den Zuschauern... Ich glaube bei Ariadna auf Naxos haben Leute dann Geburt am Ende.
00:34:36: Ist das etwas, was dich selber bewegt und du denkst Mist?
00:34:39: habe ich da irgendwas falsch gemacht?
00:34:42: Nee also da bin ich halt genug mittlerweile.
00:34:44: Also Ausgebot wird man eigentlich immer.
00:34:46: Also ich werde zumindest einmal ausgeboten Und jetzt in Österreich, ein Opa noch besonders stark.
00:34:52: Also auch in der Wiener Staatsverband, ich hab die ausgebucht... Aber das gehört dazu!
00:34:57: Menschen wohnen halt.
00:34:59: Es ist schön wenn Leute ihre Meinung äußern können.
00:35:02: Man kann klatschen oder Buch schreien und manche Leute die Buch schreiben, die findet man meistens nicht so sexy.
00:35:12: Man muss ja nicht mit jedem ins Bett.
00:35:14: Insofern, das ist völlig okay.
00:35:16: In so einem Zuschauersaal sind es eine tausendfiffeuerte Leute.
00:35:17: Wenn da hundert Leute ein Buch schreien, ist das völlig in Ordnung.
00:35:20: Aber am Anfang war mir das sehr fremd.
00:35:22: Es waren schlechte Kritiken und Boos waren wir, als ich mit Mitte zwanzig auf dem Bühnen war und ausgebucht wurde, hat mich das sehr überfordert.
00:35:33: Weil man, weil ich das noch persönlich genommen habe beim Bühnerweiler nehme ich das nicht mehr persönlich.
00:35:37: War man ja selber eigentlich wahrscheinlich nur das beste Wille?
00:35:40: Und sich da so viel beigedacht hat?
00:35:41: Das
00:35:41: beste will man nicht!
00:35:42: Man ist einfach zu steigeristisch.
00:35:43: Man macht das was man sehen will... Und das, was man sehen will hat man gesehen und deswegen steht gar nicht zur Debatte ob es gut oder schlecht ist.
00:35:51: Das ist das, dass man sehen wollte.
00:35:53: Ich inszeniere ja nur das was ich sehen will!
00:35:55: Ich mache's ja für mich ein bisschen fürs Geld.
00:36:00: Man muss auch leben aber... Aber ich würde etwas ja nicht inszenieren wenn ich das nicht sehen wollen würde.
00:36:07: also keiner zwingt mich ja die Szene so zu machen.
00:36:10: Sofern bin ich überzeugt davon Und deswegen kann ein Kritiker mich nicht, muss mich nicht überzeugen.
00:36:15: Kritiker können irgendwie seinen Sicht drauf machen und es ist auch interessant manchmal zu lesen wie etwas gelesen wird weil ich habe eine ganz andere Perspektive auf das was ich sehe.
00:36:25: im Grunde ist das ja alles auch abstrakt.
00:36:26: man kann die Dinge anders lesen und oftmals bin ich einfach sehr neugierig darauf wie das denn auch anders gelesen mit und dass es kein falsches lesen sondern es ist ein anderes Lesen und ich kann das andere lesen einfach respektieren.
00:36:42: aber Ich habe es halt nicht so gelesen.
00:36:45: Hier kann man auch Fragen an den Gast stellen, wer eine Frage an Ersang Montag hat, kann gerne die Hand heben.
00:36:53: Ich würde darum bitte kurz fragen, dass wir keine Monologe haben.
00:36:57: der Kevin hier vorne?
00:36:58: Deine Frage!
00:36:59: Du hast gesagt, dass du in den U.S.A.
00:37:02: begeistert bist von dieser Kultur.
00:37:04: Die auankanische Geltur ist ja sehr entertainment-fokussiert was wir in Deutschland irgendwie nicht hinkriegen.
00:37:10: wie ist diese amerikanischen Entertainment-Welk für dich also?
00:37:13: Wie nimmst du die wahr und wer das war, was du gerne in Deutschland organisieren würdest oder ist dir das... Das Kennedy Center war jetzt nicht so, da hat man trotzdem der Climenz an die Tito gehört Als ich zum ersten Mal in der Musical war, so ein Rent.
00:37:30: Das finde ich auf dem Supermusical eigentlich, darf man gar nicht sagen oder?
00:37:35: Für dich schon gerne einmal ins Trainieren.
00:37:39: Es hat mich total beeindruckt!
00:37:40: Die rasten ja aus die Amerikaner... ...die singen und klatschen und es ist eine ganz andere Kultur wie hier.
00:37:46: Hier sitzen wir und wenn man irgendwie mit den Beinwackels kriegt man schon von rechts dann werden sie geschlagen.
00:37:51: Neulich war ich im Theater und dann hatte... weil ich rede halt auch Ich kommentiere halt manchmal auch mit meinen Partnern gegenüber oder so.
00:38:01: Und dann hat, dann freu mich so... Das ist von meiner eigenen Premiere, ne?
00:38:06: Und dann meinten sie sich so, Sie gehen wohl nicht so oft ins Theater.
00:38:11: Meinst du doch ich bin der Registrierer, meine ich da.
00:38:15: Dann hab' ich die ganze Zeit gesagt.
00:38:17: Also es gibt einfach den Raum wo du dunkelst.
00:38:19: Ich glaub', es geht gegen eine Französische Revolution, das schreibt mir Richard Sennet in Thüronal der Intimität die dann so Stück für Stück, also das Theater verstummte.
00:38:32: Das Frühjahr hat man ja reingestregen bei, da haben wir nach Zehen wiederholt und gesagt Scheiße!
00:38:36: Man hat zu Hause später von dem Bühnen runter mit Tomaten bebehofft.
00:38:39: Aber man hat auch geredet und gefeiert.
00:38:41: wenn es ihnen gut war wollte man, dass sie nochmal gespielt wird.
00:38:44: Irgendwann kamen Sitzstühle rein und irgendwann ist das Licht ausgegangen im Zuschauerrahmen.
00:38:49: Das heißt der Zuschauer ist einfach verstumpt.
00:38:51: Und in Deutschland oder es ist besonders... Da darf man ja nicht mal mehr flüstern.
00:38:57: Und in den USA ist es anders, da ist wirklich was los.
00:39:00: Die Leute stehen auf und tanzen und die können alle mitsingen und das bei Musiker wahrscheinlich auch einfacher.
00:39:06: Und diese Musical-Kultur gibt einfach richtig gute Musicals!
00:39:09: Das ist nicht etwas wir hier sehen... ...die schicken uns doch den Scheiß rüber.
00:39:14: Was bei uns Theater ist, ist bei den Amerikanern eigentlich Musicals.
00:39:18: Also da ist eine ganz eigene Kultur entstanden und das fand ich dann schon beeindruckend.
00:39:23: Aber das kannst du, glaube ich hier mit unserer ... ja weiß ich vielleicht aus der Weg junges Publikum zu gedrehen in dem man Musicals macht.
00:39:33: Aber die müssen dann halt gut sein weil für dich der Löwner.
00:39:37: Harry Potter ist er Quatsch!
00:39:38: Es gibt einfach richtig gute Musicals über AIDS, über Wohnungsknappheit und überall das in den USA.
00:39:44: Das ist total spannend.
00:39:47: Weitere Fragen?
00:39:51: Ja Ein nicht unbedeutender Kritikant, der zu zweit gestritten ist.
00:39:55: Die Schädlingslieberpflege aufgestiegen.
00:39:58: Und wenn ich da eine Homepage sehe, habe ich ihn heute mal angeschaut.
00:40:02: Termine, sein Ursprig voll.
00:40:06: Performances-Projekte ohne Ende was ich toll fand.
00:40:10: Kritiken werden auch von dir akzeptiert und auch unter Gesprächen um alle belistet.
00:40:15: Der ja auch zu schlecht ist.
00:40:16: ein Archiv.
00:40:16: Find'
00:40:17: ich gut.
00:40:18: also kein Thema Arjan auf dem Nachschluss.
00:40:19: Ich schaff's mir sehr schlecht!
00:40:21: Wie inspirierst du dich?
00:40:22: Wie kommt es ins Ruhe?
00:40:23: Werke.
00:40:25: Werke eigentlich auch!
00:40:30: Also ich arbeite einfach, meine Webseite funktioniert als Archiv.
00:40:33: deswegen kommt da alles was für nicht wird kommt auf die Webseiten und ich habe eben explizit gesagt dass alle... Es wäre ja absurd also wenn man jetzt nur die guten Sachen erzählt und das ist ja auch spannend wenn man dann retrospektiv nach vierzig Jahren schaut irgendwie wie denn Werken neu betrachten werden.
00:40:49: Sie haben mit Ariane halt dich gerade einen.
00:40:52: Wo ist der Volk?
00:40:53: Das gehört dazu.
00:40:54: Aber es gefertet mich ja jetzt nicht, glaub ich.
00:41:00: Aber ich lese auch nicht alles.
00:41:01: also... Ich lese eigentlich nicht mehr so viel.
00:41:04: Aber Manuel mit dem bin ich befreundet und Manuel find' ich schon lustig sehr intelligent oder schreibt einfaches nach einem anderen.
00:41:12: aber wir sind trotzdem befreunde das geht halt auch.
00:41:16: Manuel ist meinungsstark und das finde ich gut an ihm irgendwie.
00:41:19: Es gibt ja wenig Leute die noch so einfach so richtig schön auf Böse werden können.
00:41:26: Und auch wenn jetzt wahrscheinlich Leute aus meinem Umfeld das schlimm finden, dass ich ihn verteidige.
00:41:29: aber Manuel ist halt Manuel und es sind Original!
00:41:35: Und die Frage wie du entspannst kannst du mal loslassen?
00:41:40: Ich mache eigentlich so einmal mehr an der IOW-Kur dann bin ich für das ganze Jahr resettet.
00:41:44: Das ist dies ja leider ausgefallen.
00:41:49: Ich weiß nicht also...ich bin eigentlich auch sehr faul.
00:41:52: Ich arbeite zwar viel Aber ich delegiere halt auch viel.
00:41:57: Das ist gut, wenn man ein Regisseur ist, dann kann man so ein bisschen was abgeben?
00:42:01: Ja aber ich gehe auch nicht früh ins Bett, wenn ich Lust habe etwas weiterzumachen und deswegen... also ich denke dann immer Wenn ich jetzt ins Bett gehe, denn wird der Tag zur Geschichte, wird nur noch eine Erinnerung.
00:42:19: Und jetzt kann ich die Änderungen noch so weit hinauszögern, dass es noch eine schöner Erinnerung wird.
00:42:24: Am nächsten Tag werde ich sowieso aufwachen, bis ich immer nicht mehr aufwache aber dafür werde ich eine Erinnerungen haben, die schöner waren und dafür bin ich am nächsten Morgen ein bisschen fertig.
00:42:33: Deswegen ist das so entspannend eigentlich.
00:42:36: Ich stresse mich nicht und dann habe ich auch manchmal nur zwei Stunden Schlaf, solange das noch geht.
00:42:43: Weitere Fragen?
00:42:47: Ja!
00:42:48: Auf der Seite?
00:42:50: Also ich hatte gesehen, du hörst hier unglaublich viele Rokern jetzt in der Pipeline und also das was ja kommt.
00:42:56: Und ich denke bei dir ist es auch ein großer Fokus von deiner Arbeit ins Opern.
00:43:01: Also leer ins Opernenfeld reinzugeben.
00:43:02: oder bist ihr auch schon aktiv drin?
00:43:05: Du hattest nur vorhin gesagt, dass du halt diese Kreativität... Also das war halt zum Beispiel die Gender Rollen anders besetzt in einem Hamlet.
00:43:12: Da hast ja mehr Spielraum praktisch also wie du sagen verändern kannst.
00:43:16: Ist dann oben nicht ein bisschen zu restriktiv?
00:43:19: Oder...?
00:43:21: Es ist anders organisiert!
00:43:23: Du kannst jetzt so sagen, wenn man eine Bonille nicht mit einen anbesetzt.
00:43:28: Das liegt in der Natur der Technik aber das braucht man glaube ich auch nicht immer.
00:43:34: Nö, das muss man nicht machen.
00:43:35: Ich war nur gerade... Ein bisschen opern sind aber... Also beides hat seine Frauen nachteilig.
00:43:44: Aber es ist wirklich zwei unterschiedliche Welten.
00:43:48: Das ist wirklich unterschiedlich.
00:43:49: also ich dachte irgendwie als ich gefragt wurde meine erste Opa zu machen, dass ich ja aus der Bühne und Bühnenbild-Kostüme singen die halt noch.
00:43:58: Das wird schon irgendwie gehen!
00:44:01: Ich habe mich da sehr groß erfolgt tatsächlich, aber es wurde richtig gut.
00:44:06: Aber ich konnte gar nicht kommunizieren, weil ich wusste gerade die Abläufe gar nicht.
00:44:11: Also ich wusse gar nicht was die meinen.
00:44:14: Also in einer anderen Welt war wie als ob ich mit einem Raumschiff von anderen Planeten fahre und da gibt's auch so eine Atmosphäre.
00:44:24: Es ist nur Europa!
00:44:25: Es war alles fremd, obwohl das so ähnlich war... Anis, hier war das Schirm.
00:44:31: Hier war es gewesen?
00:44:31: Ja, aber ich meine jetzt hast du den heiligen Krahl mit wassen Sinner sind bei Roy mit Passival.
00:44:38: also ich mein das ist ja wirklich eine Riesenherausforderung.
00:44:43: dann Also vor allem in diesem Theater diesen Publikum das zu machen.
00:44:48: Also deswegen spiele ich... Also Redo für immer wird wahrscheinlich Kegobut werden Aber am Weihreuen ist er auch toll.
00:44:57: Sie sehen nur diese Sitze und so anstrengend Das ist richtig.
00:45:02: Nee, das ist aber mit Nehrauch und Tillemann.
00:45:06: So ein super Team.
00:45:07: Also besser geht's nicht!
00:45:09: Ich wollte nur sagen, höher kann man eigentlich nicht greifen da denn in der Opernwelt.
00:45:12: also deswegen... Ist es so?
00:45:14: Ja.
00:45:15: Also Karsten war dem Beirut ja.
00:45:18: Stimmt, ganz gut.
00:45:20: Vielen Dank.
00:45:21: Ich bin auch gespannt.
00:45:23: Und dann freu ich mich auch sehr.
00:45:29: Ich glaube, es hört gut konservativ.
00:45:33: Also ich fährt da jetzt nicht so viel verraten und das fühlt auf mich sehr schön.
00:45:37: Das Bimmel ist fantastisch die Malereien von hier sind großartig und chronoboser.
00:45:43: Ich würde dir zeigen, aber ich darf nicht.
00:45:46: Das ist voll streng!
00:45:47: Wenn die Kameras aus sind vielleicht?
00:45:50: Nein, damit bin ich sehr froh.
00:45:51: Katharina hatte die Idee... Und dann dachte ich kurz, oh interessant.
00:45:58: Auch weil die beiden ja auch sehr kontrovers sind und es finde ich mich spannend mit so drei kontroverse Männern und eine kontro verse Frau machen zusammen Wagen ein Wahlreuz.
00:46:09: Dann denkt man das würde ja wahrscheinlich nicht passen aber wir verstehen uns einfach wahnsinnig gut.
00:46:14: Aus Kontrovers-Kontrovers dann traditionell?
00:46:18: Ja mal schauen!
00:46:19: Ich glaube es gibt ne Neugierdiff für einander und man verändert sich dadurch.
00:46:24: Ich war glaube ich insgesamt konservativer, vielleicht auf der anderen Seite...
00:46:28: Die Altersmedie schon?
00:46:31: Das ist die Begegnung.
00:46:32: wenn man jemanden mag dann lässt man sicher auch auf seine Welt ein und man hat ja auch Respekt vor Menschen.
00:46:37: Wenn man jemand respektiert dann versucht man jetzt zu verstehen aus welcher Perspektive er Dinge so sieht und man versteht Dinge noch mal anders wenn man eine Person respektieren kann.
00:46:49: Und manchmal beeinflusst das einen auch
00:46:54: dieser ganze Erfolg, also manche Leute heben ab.
00:46:58: Hast du da eine Bodenhaftung für dich bewahren können?
00:47:02: Weiß ich nicht.
00:47:03: Die einen sagen so und die anderen sagen so... Also ich denke ja!
00:47:07: Mein Ex-Freund würde sagen nein.
00:47:10: Das ist nicht der Maßstab, das war scheiße.
00:47:13: Das
00:47:14: sind Sex.
00:47:17: Ich wollte noch einmal kurz zurückdenken.
00:47:19: wenn wir so zwanzig Jahre zurückdenkten war Berlin einer sehr künstlerische Stadt, weil auch so viele Leute hier günstig wohnen konnten.
00:47:28: Kreativ sein konnten.
00:47:30: für hundertfünfzig Euro hat man einen WG-Zimmer bekommen.
00:47:34: Siehst du da generell vielleicht diese Kunstkulturszene ein bisschen in Gefahr bei Berlin das nicht mehr so bieten kann wie früher?
00:47:45: Also sagen wir Bewegungen werden nicht mehr aus Berlin kommen.
00:47:50: Das ist klar.
00:47:51: Also wie München war ja auch mal ganz... mit Fassbinder und was da alles losging.
00:47:55: Aus München kommt ja auch nichts mehr, also in München hat eine tolle Institution.
00:47:59: aber neue Einflüsse kommen aus München nicht mehr.
00:48:03: Berlin wird im Grunde genauso sein.
00:48:07: das ist dann ein Ort wo etablierte Menschen sich treffen.
00:48:09: gerade ziehen sowieso alle nach Paris, Paris ist wieder vollmode für die Künstler.
00:48:13: ziehen gerade nach Paris.
00:48:15: Berlin würde ihr auch gerade so massweise verlassen.
00:48:18: Aber ich glaube, denn Osteuropa ist so.
00:48:21: Bucharest ist voll die interessante Stadt.
00:48:22: Belgrad wird jetzt wieder dort einklüpfen, wo es vor zehn Jahren war bevor Wucic kam.
00:48:28: Da ja auch voll die Hoffnungsträger.
00:48:29: Ich glaube, das Städte, wo die Städten noch nicht zu Ende geentifiziert sind und wo noch Flächen sind – und in diesen Fächern können Leute halt Dinge ausprobieren ohne da finanzielle Risiken einzugieren!
00:48:41: Und durch das Ausprobieren entstehen wiederum neue Dinge.
00:48:44: Und ich glaube dass ausprobiert werden immer weniger mögliche in Berlin.
00:48:48: Berlin wird immer mehr wie München im Grunde.
00:48:50: Die Situation sind ganz gut, ganz aufgebläht aber das subkulturelle Programm wird eingestampft.
00:48:57: es wird dann wiederum so oft dass es denn wiederum solange weit ist.
00:49:02: Hätten solche Städte auch Scham für dich oder bist du jetzt eigentlich soweit?
00:49:05: Dass man gar nicht mehr zurückgehen kann sozusagen wenn man auf diesem ganz hohen Level schon ist.
00:49:12: Also ich glaube Es ist ja vor allem die Jugend die etwas Lustritt, also eine Bewegung Lustritt und dann sich ausprobiert.
00:49:21: Und dann nochmal wiederum auf die etablierten Künste beeinflusst, die das von der Jugend aufgreifen und die denn damit Erfolg haben?
00:49:28: Ich glaube ... Die Zeit ist bei mir schon vorbei!
00:49:35: Wenn du so in die Zukunft schaust – in einem wunderbaren Alter jetzt – gibt es da noch so Ziele wenn man Bayreuth schon vor Augen hat was man dann noch gerne machen würde?
00:49:49: Also ich möchte auf Filme machen, für jeden Fall.
00:49:51: Das ist mein nächstes größeres Projekt.
00:49:54: Gibt es da schon was, das kommend wird?
00:49:57: Es gibt etwas Konkretes ja aber ich habe das einfach ganz schwierig, das zu terminieren bei Film irgendwie anders plant und ich da nicht so flexibel bin.
00:50:08: Da musst du ein halbes Jahr Zeit haben!
00:50:10: Ja dann wird's verschoben und man kann es ja endlich projekte absagen.
00:50:15: Und dass es so ein bisschen schwierig ist... Aber ja, ich kann das schon länger weiß.
00:50:22: Die Kunst wäre dazwischen gekommen und das verfolge ich jetzt ein bisschen in den nächsten fünf Jahren mit dem Film kommen.
00:50:29: Du hast es auch zur Art wiegt.
00:50:30: die Show läuft noch bis Samstag bei Dietrich Schlechtriem eine Ausstellung Dispairs?
00:50:36: Das ist nochmal wieder ein anderes Medium für dich vielleicht jetzt auch?
00:50:42: Skulptur.
00:50:43: Ich habe schon Skulpturen gearbeitet aber das war jetzt nur reine Skulpture Wandrede verarbeiten.
00:50:49: Wo es auch um Sexualität wäre, wahrscheinlich das falsche Wort Intimität oder...
00:50:56: Da eigentlich um Distanz oder um Verschritten geht.
00:51:00: Also klar, das konkrete Thema ist eine Form der sexuellen Praktik Campsex, wo Männer sich mit Drogen über Tage in sexuelle Aktivitäten begeben aber genau und das habe ich so als Ausgangspunkt genommen um aber eigentlich so diese Entfremdung und dieses einander verlieren zu erzählen, dass es so wenn man in einen Tunnel läuft.
00:51:25: Und das Ende wird je näher man rangeht, umso weiter geht es weg von einem.
00:51:29: Das ist so ein Albtraum, an dem man eigentlich steckt.
00:51:33: Die Leute suchen zwar Nähe, aber sie finden sich nicht und wollen sie aber unbedingt erreichen die mehr.
00:51:40: sie versuchen da reinzugehen, um so weiter entfernen Sie sich und das hat eine aktive Tragik.
00:51:46: Und es geht eigentlich näher und sie nicht finden können, sie nicht mehr aufbauen können.
00:51:52: Ein Trend der ja nach Corona noch mal sehr viel stärker geworden ist oder durch Corona?
00:51:58: Ja ich habe das auch ganz spät erst mitbekommen.
00:52:02: Manchmal ging ein Ding an mir vorbei und dann gab's anscheinend eine ganze Infrastruktur in Berlin dafür und da bin ich dann so ein bisschen reingegangen und hat mich sofort inspiriert.
00:52:14: irgendwie aber auch... Auch wieder der Ungarn mit Technik.
00:52:21: Während jemand einen geblasen bekommt, der sich aber auf dem Telefon dabei ein Pono anschaut – das ist so ein abstraktes Bild!
00:52:28: Du hast ja die Menschenfreude und da ist er der Akt vor dir.
00:52:33: Und trotzdem guckst du auf dein Bildschirm und entfremdest dich komplett davon von dem Vorgang.
00:52:41: Was für ein Aufwand betrieben wird um was eigentlich zu tun?
00:52:44: Also das ist ja die absolute Nähe und die absolute Wistanz gleichzeitig.
00:52:49: Und ich finde es einfach so interessant, dass es sowas gibt.
00:52:53: Eine sehr interessante Kultur auf jeden Fall.
00:52:55: Vielleicht sollten wir wie du das machst unsere Geräte mal länger zur Seite packen und den Waldblick suchen?
00:53:03: Auf jeden Fall!
00:53:05: Ersan, vielen Dank, dass du da warst.
00:53:07: Vielen Dank für deine Ahnung!
00:53:07: Ich wünsche dir viel Erfolg mit den ganzen zahlreichen Projekten.
00:53:12: jetzt Berlin dann geht es glaube ich weiter nach Prag, Wien... Es kommen ganz viele Sachen.
00:53:17: Für diesen Buchschatz als nächstes genau in Wien?
00:53:20: Auch wieder so eine wahnsinnige Institution.
00:53:24: also dankeschön für heute.
00:53:25: alles Gute!
00:53:26: Ersan Montag, danke, dass Du da bist!
00:53:37: Und danke Ihnen, liebe Zuschauer!
00:53:39: Bis ins Ressel scheint er auch gerne mal als unsere Webseite Salonmino Schinkelplatz.de.
00:53:44: Da gibt es alle Infos und Videos.
00:53:46: Danke für heute.
00:53:47: bis zum nächsten Mal.